In der Lebensmittelindustrie wird vieles dank der Dosiertechnik erreicht. Das Backen erfordert beispielsweise eine Menge Zeit, die manche, vor allem berufstätige Frauen und Männer heute einfach nicht mehr haben. Auch der Bäcker um die Ecke hat nicht immer dann offen, wenn man Lust auf ein süßes Stück Kuchen hat. Also bleibt der Weg in den Supermarkt, wo es verschiedenste fertige und abgepackte Kuchen gibt, die, je nach Hersteller, ein gar nicht so schlechter Ersatz für frische Waren sind.

Mit dem Kuchenbacken von zu Hause hat die Herstellung solcher Fertigwaren nicht mehr viel zu tun. Allein die Dimensionen unterscheiden sich gewaltig. Ein Pfund Mehl ist zu Hause schon eher selten im Rezept zu finden. Die Maschinen in der Industriebäckerei werden mit Zentnern gefüllt. Auch die anderen Zutaten – je nach Rezept – werden sehr großzügig verbraucht. Die Dosiertechnik sorgt dafür, dass alle Zutaten aus den Lagern und Reservoires in immer gleicher Menge in die Anlage gegeben werden, wo sie vermengt werden. Jeder fertige Kuchen muss schmecken, wie der andere. Also darf die Zugabe von Geschmacksmitteln, wie Vanillin, oder der Anteil vom Backtriebmittel, meistens Backpulver, nicht abweichen oder schwanken.

Per Dosiertechnik werden dann die Formen in den Backstraßen gefüllt. Nach dem Backen wird jeder einzelne fertige Kuchen mit Glasur, aus Schokolade oder Zuckerguss überzogen. So kann sich der Verbraucher sicher sein, dass bei jeder geöffneten Packung der gleiche Inhalt auf ihn wartet. Übrigens werden auch die Backmischungen, denen man meistens nur noch Eier und Butter, vielleicht noch ein wenig Milch, Obst oder frische Sahne zufügen muss, ebenfalls durch die Dosiertechnik hergestellt.

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