Die Vakuumtechnik ist in ihrem Grundprinzip jedem bekannt. In jedem Haushalt wird sich die Vakuumtechnik auf die eine oder andere Weise zu nutzen gemacht. Welche Hausfrau kennt nicht die Methode des Einschweißens von Lebensmitteln? Oder wer macht sich Gedanken darüber, dass beim Gebrauch eines Staubsaugers ebenfalls Vakuumtechnik zum Einsatz kommt.

Die Vakuumtechnik lässt sich hervorragend mit anderen Bereichen kombinieren, so kommen Dosieranlagen und Statikmischer immer dann zum Einsatz, wenn verschiedene Komponenten unter bestimmten Voraussetzungen, die ein Vakuum erfordern, gemischt, gefördert und dosiert werden müssen.

Die Verwendung modernster Vakuumtechnik ermöglicht aber auch tiefste Einblicke in das größte bekannte Vakuum, dem All. Riesige Anlagen, wie sie beispielsweise in Chile betrieben werden, um das All zu beobachten, werden mit Hilfe von so genannten Turbomolekularpumpen betrieben. Um die höchst empfindlichen Detektoren thermisch zu isolieren und gleichzeitig vor Verunreinigung zu schützen, wird ein Vakuum eingesetzt. So wird vor und während der ersten Stunde des Abkühlens der Abpumpprozess durchgeführt. Über mehrere Monate erfolgt die Haltung der Instrumente bei tiefen Temperaturen. Das Vakuum wird während dieser Zeit nicht nur in periodischen Abständen überprüft sondern auch bei Bedarf nachevakuiert.

Auch in der Industrie und Wissenschaft kommen unterschiedliche Vakuumtechniken zum Einsatz. So arbeiten in Genf unzählige Wissenschaftler an einem einzigartigen Teilchenbeschleuniger, der unter Verwendung von modernster Technik aus den Bereichen Vakuum- und Tiefsttemperaturtechnik oder der Magnettechnik, um nur einige der Teilbereiche zu nennen, entwickelt wird. Bereits heute sind die Mitarbeiter CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) wichtige Partner für deutsche Unternehmen im Bereich Innovation und Geschäft.

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