Gründe für den Lohnverguss

Author: Weiderer

Eine Maschine für den Verguss mancher Bauteile zu beschaffen, bedeutet für ein Unternehmen eine große Ausgabe, die oftmals dadurch umgangen wird, dass man die Arbeiten in den Lohnverguss abgibt. Aber nicht nur die Anschaffung selbst ist eine knifflige Frage, über die das Unternehmen zu entscheiden hat; auch andere Faktoren spielen hier eine große Rolle.

Wichtig ist zum Beispiel auch, ob in der Halle, in der das Unternehmen produziert, überhaupt genügend Platz ist, um eine solche Maschine aufstellen zu können. Da im Verguss oft mit Vakuumtechnik gearbeitet wird, kann eine Maschine für den Verguss durchaus ansehnliche Ausmaße einnehmen, für die in der vorhandenen Produktionshalle kein Platz ist. Die Kosten für einen Anbau und eine Maschine stehen in keinem Vergleich zu den Kosten für den Lohnverguss, die auf die Produkte beziehungsweise deren Verkaufspreis umgelegt werden.

Natürlich müssten, falls die Arbeiten in der eigenen Halle statt im Lohnverguss durchgeführt würden, auch zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden. Lohnkosten, Ausfälle, wie zum Beispiel Krankheit und Urlaub, und Lohnnebenkosten müssten für alle benötigten Facharbeiter zusätzlich bezahlt werden. Dies sind weitere Kosten, die in voller Höhe auf die Produkte umgelegt werden müssten. Die Artikel würden im Verkaufspreis ansteigen, was bedeutet, dass weniger verkauft werden kann.

Der Lohnverguss bringt also für alle Unternehmen, die Bauteile zum Vergießen herstellen, große Vorteile. In den Unternehmen, die den Lohnverguss ausführen, sind alle Facharbeiter, sämtliche benötigten Maschinen und auch jegliches technisches Sachverständnis vorhanden. Vor allem bei kleineren Auflagen, beispielsweise eines Netzteils für eine Stereoanlage, die ja wenn sie heute gebaut wurde, aufgrund technischer Neuerungen, in wenigen Monaten schon wieder vom Markt genommen wird, lohnt sich der Lohnverguss auf jeden Fall.

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